Sardinien ist die zweitgrößte Mittelmeerinsel und wird auch als Karibik in Europa bezeichnet. Das italienische Badeziel besitzt hunderte vorgelagerte Inselchen mit feinsandigen und puderzuckerweißen Sandstränden, sowie smaragdgrünes Meer. Das etwa 200 km entfernte Festland ist nur sehr umständlich zu erreichen. Entweder Du entscheidest Dich für die Autofähre, die mehrere Stunden dauert oder Du reist mit dem Flugzeug. Du musst nicht unbedingt eine lange Reise auf dich nehmen, um das Karibikfeeling zu erfahren. Sardinien ähnelt der Karibik sehr, ist von Deutschland nicht sehr weit entfernt und ist auch noch bezahlbar!

Das Surferparadies im Norden

Die Nordküste zwischen Palau und Capo Testa ist ein wahres Surferparadies – für Windsurfer sowie Kitesurfer. Der beliebteste Ort, um zu surfen, ist Porto Puddu bei Palau. Gerade im Frühling und im Herbst treffen sich an diesem Ort viele erfahrene Racer und Freerider.

Wenn Du die schönsten Strände des Mittelmeers besuchen willst, musst Du an die Küstenabschnitte Santa Teresa di Gallura oder Costa Paradiso. Hier ist die Landschaft, aber auch die Unterwasserwelt sehr beeindruckend und vor allem sehr abwechslungsreich. 

Sehr empfehlenswert ist auch ein Ausflug zum Monte Limbara, der mit 1360m das höchste Gebirge im Norden von Sardinien ist. Bei klarer Sicht hast Du hier sogar die Möglichkeit von einer Aussichtsplattform auf die Küste der Nachbarinsel Korsika zu blicken. Ein weiteres lohnenswertes Ziel ist ein Ausflug zum Capo Testa, dem nördlichsten Punkt Sardiniens. Hier ist die Landschaft hauptsächlich von Granitfelsen geprägt. Ein ziemlich bekannter und beliebter Spot im Norden ist die italienische Inselgruppe La Maddalena vor Sardinien, die die wohl zauberhafteste Landschaft besitzt. Um zur Insel zu gelangen, kannst Du mit einem Boot auf die karibikähnliche Inselwelt schippern. Dort befinden sich viele versteckte Buchten, sowie der beliebteste Strand Cala Spalmatore.

Die luxuriöse Nordostküste

Die Costa Smeralda im Nordosten ist die wohl bekannteste und beliebteste Küste, aber auch einer der teuersten Orte Sardiniens. Ein Beispiel dafür ist Porto Crevo, der für Luxus, Promis und Megajachten steht. Trotzdem ist ein Ausflug in diesen luxuriösen Ort sehr empfehlenswert. Zu den beliebtesten Traumstränden zählt einmal der Spiaggia del Grande Pevero oder der Spiaggia Capriccioli. Der Ort Cala di Volpe ist lange kein Geheimtipp mehr. Allerdings gibt es hier vier verschiedene Strände – einen großen Hauptstrand sowie kleinere Badebuchten. Der Hauptstrand ist ideal für Familien mit Kindern, da der Strand vom Jachthafen geschützt wird und dadurch auch von Wind und Wellen verschont bleibt.

Die Mondbucht im Osten

An der Ostküste Sardiniens, dem Golf von Orosei, befindet sich die besondere Mondbucht Cala di Luna. Beeindruckend an der Mondbucht sind die geheimnisvollen Grotten und Karsthöhlen, die 30m tief in die Felsen des Supramonte-Massivs reichen. Die Cala di Luna ist etwa 700m lang und wird auf der einen Seite mit bewaldeten Felswänden und auf der anderen Seite mit Oleanderbüschen und Schilfgräsern abgegrenzt.

Es gibt zwei Möglichkeiten zu diesem besonderen Ort zu gelangen. Entweder machst Du eine 5km lange Wanderung, die etwa 3 Stunden dauert. Der Wanderweg führt Dich dabei durch mehrere Schluchten und zu bestimmten Punkten, von denen Du atemberaubende Ausblicke und ein einzigartiges Panorama hast. Wenn Du keine Wanderung unternehmen willst, kannst Du Dich aber auch mit dem Boot hinbringen lassen.

Geschichtliche Fundstücke im Süden

Im Süden von Sardinien liegt Cagliari, die Hauptstadt der Insel. Hier befinden sich die längsten Sandstrände der Insel, wie zum Beispiel der Spiaggia di Chia, Spiaggia di frutti d’Oro oder Spiaggia di Nora bei Pula. Im naheliegenden Örtchen Pula mit der Hafenstadt Nora befinden sich zahlreiche Bars, Restaurants und Hotels. Für Geschichtsinteressierte gibt es hier außerdem archäologische Fundstücke aus der Zeit der Römer. Hierbei handelt es sich um Überreste eines Amphitheaters, sowie um Reste von Thermen und Tempeln mit grandiosen Mosaikböden.

Die Flamingos an der Westküste

Auf der Sinis-Halbinsel an Sardiniens Westküste befindet sich ein sehr besonderer Strand. Bei dem Is Atrus Strand handelt es sich um einen Quarzsandstrand, der aus pastellfarben, schimmernden Sandkörnern besteht. Er liegt nordwestlich von der Stadt Oristano und ist bis jetzt vom Massentourismus verschont geblieben. Den Karibiktouch bekommt dieser Ort durch regelmäßige Besuche von Flamingos. Du musst also nicht unbedingt nach Aruba, um mit Flamingos zu baden, wie in einem der letzten Beiträge geschrieben.

Der unentdeckte Nordwesten

Im Nordwesten der Insel befinden sich die Städte Alghero und Bosa, sowie Sassari, die zweitgrößte Stadt der Insel, durch dessen verwinkelte Gassen Du bummeln kannst. Auch hier gibt es viele traumhafte Buchten mit wilden Landschaften abseits des Massentourismus. Das Highlight ist vor allem die faszinierende Tropfsteinhöhle oder auch Neptungrotte am Capo Caccia nahe bei Alghero, die Du durch steinerne Stufen erreichen kannst. In Bosa findest Du auch einen sehr ungewöhnlichen und noch ziemlich unentdeckten Badeplatz. Hierbei handelt es sich um den Naturpool Cane Malu.

Im äußersten Nordwesten am Spiaggia la Pelosa wirst Du Dich wie im Paradies fühlen – jedoch ist dieser Ort oft sehr überfüllt. Je weiter südlich Du fährst, desto angenehmer wird es. Zwischen den beiden Städten Alghero und Bosa befinden sich nämlich viele verlassene Badebuchten, wie zum Beispiel der Spiaggia di Porto Tangone.