Hip-Trips-Mitarbeiter und Reisefotograf Tim Philippus erzählt von seinen besten Tipps und Tricks, um Urlaubsfotos auf das nächste Level zu bringen und das Erlebte unvergesslich zu machen. Mehr Fotos von ihm findet ihr auf seinem INSTAGRAM-KANAL.

1. Framing

Auch in der Reisefotografie dreht sich alles um das richtige Framing. Es ist der Hauptgrund, weshalb wir ein bestimmtes Foto als „gut“ oder „schlecht“ warnehmen. Gutes Framing erleichtert es, die Aussage eines Bildes schneller zu verstehen und erscheint daher als angenehmer zu betrachten – einfach besser.

Benutze natürliche oder architektonische Rahmen vor Ort, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf dein Motiv zu lenken und zusätzliches Interesse zu erzeugen.

Im vergangenen Februar war ich in Indien unterwegs. Natürlich konnte ich das berühmteste und daher auch meist fotografierte Fotomotiv des Landes nicht auslassen. Da allein jeden Tag tausende Bilder vom Taj Mahal entstehen, wollte ich eine Komposition kreieren, die sich von der Masse abhebt. Sofort fiel mir das Gebäude zur Linken des Taj Mahal mit seinen riesigen Torbogen auf und ich schoss das oben abgebildete Foto.

 

2. Personen einbauen

Viele Touristen machen Selfies und platzieren sich so im Foto, dass von der eigentlich tollen Landschaft oder Architektur kaum noch etwas zu sehen ist. Wieso nicht mal etwas anderes versuchen?

Platziere Personen in Fotos, um die beeindruckenden Ausmaße der Szene in einem Bild deutlich zu machen. Es haucht Deinen Fotos mehr Leben ein und verstärkt die Vorstellung beim Betrachter, selbst in diesem Moment zu stehen.

 

3. Außergewöhnliche Dinge tun

Manchmal muss man für ein außergewöhnliches Foto auch etwas außergewöhnliches tun.

Verlasse Deine Komfortzone, teste neue Dinge aus und mache Fotos, die vorher in dem Maße nicht möglich gewesen wären.

Dieses Bild ist bei einem Helikopterflug ohne Türen über den Alpen von Österreich entstanden. Bei diesem Flug sitzt man am Rande des Helikopters und lässt seine Beine hoch oben über der Stadt baumeln – und das alles ohne im Bild störende Fenster! Ein Erlebnis, das ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

 

4. Früh aufstehen

Vor allem bei tags überfüllten Orten notwendig: Früh aufstehen! Wer mit allen anderen Touristen aufsteht und mit allen anderen Touristen zu den Hauptattraktionen fährt, der bekommt auch nur die selben Fotos wie alle anderen.

Vermeide hartes Licht um die Mittagszeit und große Menschenansammlungen an bekannten Orten am Abend – stehe früh auf!

Wer schon mal im Sommer in Kanada war – vor allem im Jahr des 150ten Jubiläums und dazu noch an einem gesetzlichen Feiertag – der weiß wovon ich rede. Für dieses Foto sind wir um 4.30 Uhr morgens aufgestanden und so den tagsüber einströmenden Menschenmassen am Moraine Lake entkommmen.

 

5. Nachthimmel fotografieren

Wer seine Fotografiekenntnisse ausweiten und im Urlaub etwas völlig anderes probieren möchte, sollte es einmal mit Astrofotografie bei Nacht versuchen.

Folgende Dinge benötigst Du dazu:
– eine Kamera mit manuellen Einstellmöglichkeiten
– ein Objektiv mit möglichst offener Blende (ca. 1.4 – 2.8)
– ein Stativ zur Langzeitbelichtung
– einen dunklen Nachthimmel ohne viel Lichtverschmutzung (fern von Städten und anderen Lichtquellen; oft auf hohen Bergen, Inseln oder sehr abgelegenen Orten zu finden)

 

6. Langzeitbelichtung am Tag

Ja, Langzeitbelichtungen können nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tag einen coolen Effekt erzeugen.

Benutze einen ND-Filter, um das einfallende Licht in Deiner Kamera zu verringern und so auch bei hellem Licht eine längere Belichtung zu ermöglichen.

Besonders interessant ist das in Städten mit vielen bewegten Objekten, wie zum Beispiel dieser vorbeifahrende Bus in London. Für ein solches Foto brauchst Du einen sehr starken ND-Filter und eine Belichtungszeit von etwa einer Sekunde.

 

7. Perspektivwechsel

Manchmal hilft es, die Perspektive zu wechseln und völlig neue Blickwinkel abseits der gewohnten Augenhöhe zu kreieren.

Benutze einen erhöhten Blickwinkel oder eine Drohne, um außergewöhnliche Fotos zu schießen. Oft sieht ein Ort von oben ganz anders aus, als auf dem Boden.

 

8. Die Drittel-Regel

Jeder kennt sie oder hat schon mal davon gehört – die Drittel-Regel. Wenn auch nicht bei jedem Foto anwendbar oder sinnvoll, bietet die Drittel-Regel eine gute Orientierung in vielen Situationen.

Teile Bilder mit Horizont in drei Teile auf und platziere ihn entweder auf der Linie des unteren Drittels, oder bei fehlender Dramatik des Himmels auf der oberen Drittel-Linie.

In diesem Bild war die Drittel-Regel sehr gut anwendbar. Der Horizont befindet sich im oberen Drittel und das Bild wirkt insgesamt sehr ausgewogen.

 

9. Leitlinien

Manchmal bietet es sich an, Teile des Bildes als Leitlinie zu verwenden. Leitlinien leiten das Auge des Betrachter auf natürliche Weise zum Hauptobjekt und unterstützen die Bildaussage.

Versuche, diese Tipps auf deiner nächsten Reise zu berücksichtigen und sei gespannt auf das Ergebnis! Falls Du noch Reiseinspiration oder passende Erlebnisreisen suchst, besuche uns auf PINTEREST oder schau gerne auf unserer WEBSITE vorbei.

 

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